Acanthoscurria geniculata

Acanthoscurria geniculata wird aufgrund ihres besonderen Erscheinungsbildes auch als Weißknievogelspinne oder weiße Smithi bezeichnet. Diese Acanthoscurria Art zeichnet sich durch ein recht energisches Verhalten aus, das vor allem beim Beutefang sehr offensiv vorgeht und bei Bedrohung recht schnell ihre Abwehrmechanismen zum Einsatz bringt. Daher ist diese bodenlebende Vogelspinne für Einsteiger nur beginnt geeignet. Allerdings stellt sie keine großen Anforderungen an ihre Haltung, so dass auch kleine Haltungsfehler verziehen werden.

acanthoscurria-geniculata

Inhalt von Acanthoscurria geniculata

  1. Acanthoscurria geniculata (Weißknievogelspinne)
  2. Haltung und Anspruch
  3. Der natürliche Lebensraum Acanthoscurria geniculata
  4. Das Aussehen der Acanthoscurria geniculata
  5. Schutzstatus
  6. Lebenserwartung und Handling
  7. Verhalten
  8. Terrarium / Einrichtung
  9. Beleuchtung / Klima
  10. Reinigung
  11. Ernährung / Futter
  12. Steckbrief Acanthoscurria geniculata

Haltung und Anspruch

Für Einsteiger eignet sich diese Vogelspinne nur bedingt, da sie aufgrund ihrer Schnelligkeit und energischen Art nicht unterschätzt werden darf. Durch kleinste Bewegungen kann sie sich bedroht fühlen und startet daraufhin mit einem starken Bombardieren, was für den Halter sehr schmerzhaft enden kann.

Diese Vogelspinnenart zählt zu den bodenlebenden Spinnen, die über einen ausgeprägten Grabtrieb verfügt. In freier Wildbahn bauen sie manchmal meterlange Röhren unter der Oberfläche, in denen sie auch bei Gefahr verstecken. Daher sollte man beim Bodengrund genauestens auf die Konsistenz achten, die der Weißknievogelspinne ein problemloses graben ermöglicht. Bestens eignet sich hierfür eine Mischung aus Lehm und Waldboden. Dieser sollte eine Füllhöhe von mindestens 25 cm aufweisen, um ihr ein ausgiebiges Graben zu ermöglichen. Wichtig ist die regelmäßige Befeuchtung des Bodens, um die Werte der Luftfeuchtigkeit aufrecht zu erhalten.

Der natürliche Lebensraum der Acanthoscurria geniculata

Diese Tarantula lebt hauptsächlich in den tropischen Regenwäldern von Brasilien, wo Temperaturen zwischen 28°C und 35°C herrschen. Auch die Luftfeuchtigkeit ist durch den regelmäßigen Regen sehr hoch und liegt sich bei fast 80% ein. Meist baut sie ihre Verstecke unter Wurzeln oder Steine, die sehr geschützt liegen. Manchmal zieht sich diese Acanthoscurria auch gerne in verlassene Erdlöcher zurück, wodurch ihr viel Arbeit erspart wird.

Das Aussehen der Acanthoscurria geniculata

Die Acanthoscurria geniculata beeindruckt vor allem durch ihre schöne Färbung und wird daher besonders gerne von Terraristikern angeschafft. Die Intensität ihres Farbenkleides ist bei Weibchen meist stärker, Männchen sind hingegen weniger intensiv gefärbt.

Durch ihre Körperlänge von bis zu 9 cm, zählt sie zu den größeren Vogelspinnen. Ihr gesamter Körper weist dabei eine schwarze oder braune Grundfärbung auf, die an den Beingelenken durch weiße Ringe unterbrochen wird. Auch der Carapax zeigt eine Besonderheit auf, die durch eine weiße Umrandung gekennzeichnet ist.

Schutzstatus

Diese Vogelspinnenart ist nicht geschützt

Lebenserwartung und Handling

Auch bei dieser Acanthoscurria Art hängt die Lebenserwartung meist von der Pflege und Haltung ab. Ist diese optimal ausgelegt, können sie ein Alter von bis zu 15 Jahren erreichen.
Da diese Vogelspinnen über ein sehr nervöses und zugleich aggressives Gemüt verfügen, sollte man unbedingt ihre Verhaltensweisen richtig deuten lernen, um so in bestimmten Situationen richtig zu reagieren. Da sie sehr schnell ihre Brennhaare zum Einsatz bringt und diese besonders schmerzhafte Folgen mit sich ziehen können, sind diese Vogelspinnen nur bedingt für den Einsteiger geeignet.

Verhalten

Beim Beutefang geht die Geniculata sehr energisch fast schon übermütig vor, doch bei drohender Gefahr zeigt sie ein sehr ängstliches und nervöses Verhalten auf und flieht daraufhin meist in Sekundenschnelle. Beim Handling im Terrarium sollte man sie keineswegs einengen oder nach ihrer Flucht aus dem Versteck scheuchen. Wenn ihr jegliche Fluchtmöglichkeit versperrt bleibt, setzt sie sofort ihre Brennhaare zur Abwehr ein, die sie ihrem Feind entgegen schleudert.

Bei starker Reizung kann sie dies sehr aggressiv ausüben, so dass das Handling meist ein wenig Erfahrung bedarf. Da bei jeder Spinne das Aggressionspotenzial unterschiedlich ausgeprägt, muss sich der Halter lernen sich auf seine Geniculata richtig einzustellen. Besonders beliebt macht sie ihr tagaktives Verhalten, wodurch ihrem Halter durch ihre schöne Erscheinung täglich eine Freude bereitet wird.

Terrarium / Einrichtung

Da die Geniculata sich recht gerne im Terrarium bewegt, sollte die Mindestgröße des Terrariums 40 cm x 30 cm x 30 cm betragen. Aufgrund ihres ausgeprägten Grabtriebes sollte unbedingt ein passender Untergrund gewählt werden, der eine Füllhöhe von 25 cm aufweisen sollte. So werden ihr natürliche Bedingungen geschaffen, die ihr das Graben von Röhren ermöglichen, die sie gerne als Versteckmöglichkeiten nutzt.

Auch die Einrichtung sollte auf die Ansprüche einer bodenlebenden Spinne ausgelegt werden. Zudem ist natürlich stets auf die Zufuhr von frischem Wasser zu achten, auf die Vogelspinnen angewiesen sind und zudem verhilft es zur Erhaltung der Luftfeuchtigkeit.

Beleuchtung / Klima

Die Temperatur sollte sich bei 24°C – 27°C einpendeln und auch die Luftfeuchtigkeit sollte so naturnah wie möglich nachgeschaffen werden, die 80 % betragen sollte. Diese Werte müssen täglich kontrolliert werden, um die Gesundheit der Spinne zu keinem Zeitpunkt in Gefahr zu bringen.

Reinigung

Bei der Reinigung des Terrariums ist Vorsicht geboten. Die Geniculata ist sehr flink und fühlt sich auch manchmal sehr schnell bedrängt.

Ernährung / Futter


Bei der Nahrung ist die Acanthoscurria geniculata unkompliziert. Also Futter eignet sich Grillen, Schaben, Heuschrecken und Heimchen. Bei Spiderlingen und Jungtieren bieten sich frisch geschlüpfte Heimchen, Drosopila und Springschwänze an.

Steckbrief Acanthoscurria Geniculata

Name / Bezeichnung Acanthoscurria geniculata (Weissknie Vogelspinne)
Erstbeschreibung C. L. Koch, 1841
Artenschutz Nicht geschützt
Herkunft Brasilien (Regenwaldbiotope)
Lebensweise Bodenbewohner
Terrarium Größe (BxLxH) 40x30x30cm
Körperlänge 9cm
Temperatur Tagsüber: 25-27°C
Nachts: 20-22°C
Luftfeuchtigkeit 70-80%
Bodengrund Humus, Blumenerde, Lehmerde
Einrichtung Klettermöglichkeiten (Wurzeln, Seiten). Bepflanzung (Fiscus). Wasserschale flach
Nahrung Grillen, Schaben, Heuschrecken und Heimchen.
Jungtiere und Spiderlinge: gerade geschlüpfte Heimchen, Drosopila und Springschwänze
Vergesellschaftung Nur Einzelhaltung
Wachstum mittel
Verhalten realtiv friedlich
Verteidigung Bombardieren
Lebenserwartung Männchen 5 Jahre , Weibchen bis zu 12 Jahre
Familie Vogelspinnen (Theraphosidae)
Gattung Acanthoscurria

9 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

  1. das kann ich nur bedingt bestätigen.mein Weibchen war nicht mal ansatz weise ängstlich oder nervös beim terra sauber machen. die hat sich das in aller seelenruhe angeguckt was ich da denn veranstalte.ich würde sogar behaupten wollen sie als handzahm zu bezeichnen da es keine problem war sie auf die hand zunehemen.gegraben hat sie nur als jungtier als sie dann adult war hat sie sich meistens auf etwas erhöhten ästen rum geklettert.was auch eher art untypisch ist…

  2. Also meine süße ist so wie beschrieben. Sehr zickig, schreckhaft und auch seeehr bombadierfreudig. Diese war unsere 2. Vogelspinne & ich kann nur echt sagen.. als Anfängerspinne ist sie nicht geeignet.

    • … es gibt unterschiedliche Charakterzüge dieser Art …. du hast halt ne zickige erwischt 😉

  3. Meine ist relativ ruhig, nur beim Umsetzen in ein neues Terra hat sie mal ein wenig bombardiert, ansonsten wie bei Marcel hier, lässt sich durch nichts aus der Ruhe bringen, selbst ein paar cm mit der Hand entfernt keinerlei Angst, Abwehrverhalten oder ähnliches zu erkennen. Cooles Tierchen eben 🙂

  4. ich liebe meine „Frida“😍….ich habe immer Angst,eckel,o.ä gehabt vor spinnen!aber diese Art ist einfach nur fasziniert, wir zwei sind ein Team geworden-wenn ich am Becken dran bin
    „huscht sie in ihre Ecke und beobachtet mich auch😊….im Anschluss krabbelt sie in die andere Ecke(vlt.bilde ich es mir ein daß sie mir platzt macht)-aber sie bleibt lieb…am Anfang hat sie sich richtig erhoben mir gegenüber-dachte sie beißt mich😫…. glaube das ich ihr zu hektisch gewesen bin….
    frida frisst allerdings Mäuse😊-Heuschrecken und ähnliches interessiert sie garnicht mehr

  5. Ich habe was sich nach der letzten Häutung herausgestellt hat einen Bock! Seid neusten legt er sich auf den Rücken und spinnt sich dann fast komplett ein um dieses dann sofort auch wieder zu zerstören wenn er mit dem spinnen fertig ist. Warum macht er das? Und ja,ziemlich aggressiv nix für Anfänger!

  6. manche Daten sollten vlt mal überarbeitet werden. ich hatte eine solche Dame und sie ist mir vor zwei tagen mit rund 24 jahren verstorben. sie war ein Urgestein und ein stück Inventar meiner Wohnung. ich möchte behaupten, ab subadulte Tiere sind sie auch für Anfänger geeignet. sie sollten nur genug zeit bekommen, um sich an die alltäglichen Störungen im wohnbetrieb zu gewöhnen. von handling bin ich kein freund, es sei denn, es muss sein. tolle Tiere, schön anzusehen und einen eigenen, vorwitzigen Charakter. im adulten alter abgeklärt und neugierig.
    PS: ich vermisse meine Emma.

  7. Meine Smithi ist ein Bock (auch nach der Häutung fest gestellt). Er kam aus schlechter Haltung und wurde in einer Wohung einfach zurück gelassen. Lange Rede, kurzer Sinn. Er ist das Handling nicht gewohnt und möchte dies auch nicht. Er bombardiert nicht, er beisst/attackiert sofort, was für seine Art auch recht häufig vor kommt, wenn vorher massive Haltungsfehler begangen wurden. Sie sind in ihrer Haltung zwar recht unkompliziert, aber definitv als Anfängerspinne nicht zu empfehlen!

  8. Hallo, ich hab meine „Schnuffel“ inzwischen seit 7 jahren und hab sie als ca.1, 5 cm große Spinne bekommen. Hab dann nach ca der 3. Häutung festgestellt dass sie ein Weibchen ist. Sie ist für mich absolut leicht zu handeln obwohl ich Anfänger war. Kann jedem nur zu raten diese Art von vogelspinne anzuschaffen!

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