Lasiodora parahybana

Man bezeichnet die Lasiodora parahybana auch als sogenannte Brasilianische Riesenvogelspinne. Sie kann eine Körperlänge von bis zu 10 cm erreichen und zählt damit zu den größten Spinnen der Welt. In ihrem Verhalten zeigen sie sich diese Vogelspinnen sehr selbstbewusst, so dass sie nur selten flüchten, stattdessen setzen sie sich bevorzugt bei Gefahr mit ihren Brennhaaren zur Wehr. Da sie zu den Bodenbewohnern zählen und sich am Tag sehr aktiv zeigen und kaum verstecken, können sie zur Freude des Halters jederzeit bestaunt werden.

Psalmopoeus irminia

By Ltshears (Own work) [Public domain], via Wikimedia Commons

Inhalt von Lasiodora parahybana

  1. Lasiodora parahybana
  2. Haltung und Anspruch
  3. Der natürliche Lebensraum
  4. Das Aussehen
  5. Schutzstatus
  6. Lebenserwartung und Handling
  7. Verhalten
  8. Terrarium / Einrichtung
  9. Beleuchtung / Klima
  10. Reinigung
  11. Ernährung / Futter
  12. Zucht
  13. Steckbrief Lasiodora parahybana

Haltung und Anspruch

Da die Lasiodora parahybana den Bodenbewohnern angehört, versteckt sie sich bei Bedarf gerne unter Wurzeln, Laub, Rindenstücken oder Steinen. Da sie sich allerdings vorwiegend frei im Terrarium bewegt, nutzt sie diese Versteckmöglichkeiten lediglich zur Häutung oder Brutpflege. Anders als die meisten Vogelspinnen bevorzugt die Lasiodora parahybana eher ein trockenes Klima, da sie dies aus ihrer ursprünglichen Heimat gewohnt ist. Dementsprechend sollte man ihr diese Anforderungen erfüllen.

Andernfalls kann es vorkommen, dass diese Vogelspinne versucht die Scheiben hochzuklettern, um sich Zuflucht zu einer trockeneren Luftfeuchtigkeit zu verschaffen. Da sie sich sehr selbstsicher gibt und von kaum etwas beeindrucken lässt, kann sie sich manchmal auch übermütig geben. So kann es vorkommen, dass sie versucht sich durch das Abheben der Abdeckung einen Weg ins Freie zu verschaffen. Aufgrund ihrer Größe und Körpermaße ist dies bei einigen Spinnen durchaus möglich. Deshalb muss man stets die Sicherung des Terrariums sorgfältig kontrollieren, um ein Ausbrechen zu verhindern.

Der natürliche Lebensraum der Lasiodora parahybana

Landkarte Lasiodora parahybana-

Die Lasiodora parahybana stammt ursprünglich aus den Trockenwäldern und Steppen von Ostbrasilien (genauer Paraiba-Gebiet), wo ein recht trockenes Klima herrscht. Ihren Unterschlupf nutzt diese Spinne nur selten, denn meist hält sie sich außerhalb von ihm auf. Nur während der Häutung oder Brutpflege ihrer Spiderlinge zieht sie sich in ihr Versteck zurück und kleidet dies zusätzlich mit Brennhaaren aus, um es vor Feinden zu schützen.

Das Aussehen der Lasiodora parahybana

Aufgrund ihrer Körperllänge von bis zu 10 cm und Bein-Spannweite von 30 cm, zählt sie zu den größten Spinnen weltweit. Männchen zeigen dabei meist einen schlankeren Körperbau auf als Weibchen. Ihr Erscheinungsbild zeichnet sich durch ihre schwarze Grundfarbe aus, die mit dichten grauen Haaren bedeckt wird. Auch hier sind leichte Unterschiede in die Intensität der Färbung zu erkennen, denn Männchen zeichnen sich durch eine leicht rötliche bis braune Färbung am Hinterleib aus.

Schutzstatus

Kein Schutzstatus

Lebenserwartung und Handling

Man schätzt die Lebenserwartung dieser Spinne in freier Wildbahn auf 14 Jahren und bei optimaler Haltung sogar auf 19 Jahre ein, wobei es bei Männchen und Weibchen nochmals Unterschiede geben kann.

Vom Handling im Terrarium zeigen sie sich meist vollkommen unbeeindruckt, so dass sie manchmal sogar bei Reinigungsarbeiten interessiert zuschaut. Fühlen sie sich allerdings bedroht, stellen sie sich auf und signalisieren mit dem Schlagen ihrer Vorderbeine, dass sich der Halter zurückziehen soll.

Daher sollte man immer mit besonderer Vorsicht im Terrarium Arbeiten vornehmen, um sich selbst vor einem Angriff zu schützen.

Verhalten

In ihrem Verhalten zeigt sich die Lasiodora parahybana sehr selbstbewusst, reizbar und im Gefahrenfall auch angriffslustig. Fühlt sich bedroht, beginnt sie meist wild mit ihren Vorderbeinen zu schlagen, um ihrem Feind zu signalisieren, dass sich dieser zurückziehen soll.

Andernfalls wird sie sich innerhalb kürzester mit dem Abwerfen ihrer Brennhaaren zur Wehr setzen, die sich aufgrund ihrer Widerhaken gekonnt auf der Haut ihres Feindes festsetzen und hier zu einem starken Juckreiz führen können.

Wegen ihres aufgeschlossenen und mutigen Verhaltens versteckt sie sich kaum in ihrem Unterschlupf, dadurch ist sie fast ausschließlich immer im Terrarium zu sehen.

Terrarium / Einrichtung

Eine adulte Lasiodora parahybana sollte ein Terrarium mit einer Mindestgröße von 40 x 40 x 40 cm haben, um ihr den geforderten Auslauf zu bieten.

Als Bodengrund sollte man Blumen- oder Lauberde verwenden, der jeweils eine Höhe von 10 cm aufweisen sollte Um ein trockenes Klima nach zu schaffen, sollte das Substrat eher nur bei Bedarf angefeuchtet werden. Die Zufuhr von täglich frischem Wasser ist zudem Pflicht.

Beleuchtung / Klima

Um Temperauren am Tag von 23-26° C im Terrarium zu erreichen, sollte man sich für 25 Watt Halogenlampen entscheiden, die diese Wärme herstellen können. In der Nacht kann die Temperatur dann auf 18-20° C herabgesetzt werden.

Bei der Luftfeuchtigkeit sollte vor allem auf den Wert ihres Versteckes geachtet werden, der sich bei 65-75% einpendeln sollte.

Reinigung

Bei der Reinigung des Terrariums sollte mit aufmerksamer Vorsicht vorgegangen werden, da sie relativ schnell ihre Opfer mit ihren Brennhaaren bombardiert. Zudem ist stets auf die Gabe von frischem Trinkwasser zu achten.

Futterreste sollten vor allem vor einer bestehenden Häutung immer sorgfältig entfernt werden, da selbst Futtertiere ihr in dieser Zeit zur Gefahr werden können.

Ernährung / Futter

Bei der Futtersuche geht diese Vogelspinne recht aktiv vor und ernährt sich dabei hauptsächlich von Heimchen, Grillen und Heuschrecken. Spiderlinge sollten hingegen angepasste Nahrung gereicht bekommen, da andernfalls eine Erstickungsgefahr drohen kann.

Zucht

Die Männchen dieser Vogelspinnenart sind nach ungefähr 2 Jahren Geschlechtsreif, die Weibchen brauchen da noch ein Jahr länger. Die Zucht ist problemlos und das Resultat ist enorm. Bis zu 2000 Spiderlinge können in einem Kokon enthalten sein, entsprechend klein sind die Spiderlinge, wachsen aber umso schneller. Man sollte sie deshalb direkt in Film oder Grillendosen halten, aber auch diese werden sehr schnell zu klein. Durch die leichte Zucht und die Masse an Spiderlingen ist diese Vogelspinne leider bereits ein Massenprodukt und für Minimalpreise zu erhalten.

Steckbrief Lasiodora parahybana

Name / Bezeichnung Lasiodora parahybana
Erstbeschreibung Mello-Leitão, 1917
Artenschutz Nicht geschützt
Herkunft Ostbrasiliens / Paraiba
Lebensweise Bodenbewohner
Terrarium Größe (BxLxH) 40x40x40cm
Körperlänge bis 10 cm
Temperatur Tagsüber: 23-26°C
Nachts: 18-20°C
Luftfeuchtigkeit 65-75%
Bodengrund Blumenerde, Lehmerde ~10 cm hoch. Festdrücken damit die Tiere nicht mit den Tarsen einsinken.
Einrichtung Bepflanzung (Fiscus), Moos, Wasserschale flach.
Nahrung Grillen, Schaben, Heuschrecken, Nacktmäuse und Heimchen. Weibchen (Adult) fressen auch Nacktratten
Vergesellschaftung Nur Einzelhaltung
Wachstum schnell
Verhalten aggressiv
Verteidigung Drohen, Schlag mit den Vorderbeinen und Giftbiss
Lebenserwartung 10-15 Jahre bei richtiger Haltung
Unterfamilie Theraphosinae
Familie Vogelspinnen (Theraphosidae)
Gattung Lasiodora

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