Poecilotheria regalis


Die Poecilotheria regalis, wird auch als Tigervogelspinne bezeichnet und man kann sie als eine leicht aggressive Art beschreiben. Meist zieht sie sich bei einer direkten Gefahr in ihren Unterschlupf zurück. Fühlt sie sich weiter bedrängt, setzt sie sich mit einem gekonnten Gift-Biss zur Wehr, der im Vergleich zu anderen Vogelspinnen recht schmerzhaft und mit Komplikationen verlaufen kann. Diese Spinne zählt zu der Gattung der Ornament-Vogelspinnen, die sich durch eine faszinierende Zeichnung auszeichnen.
poecilotheria regalis

  1. Poecilotheria regalis
  2. Haltung und Anspruch
  3. Der natürliche Lebensraum Poecilotheria regalis
  4. Das Aussehen der Poecilotheria regalis
  5. Schutzstatus
  6. Lebenserwartung und Handling
  7. Verhalten
  8. Terrarium / Einrichtung
  9. Beleuchtung / Klima
  10. Reinigung
  11. Ernährung / Futter
  12. Steckbrief Poecilotheria regalis

Haltung und Anspruch

Da adulte Poecilotheria regalis eine Körperlänge von bis zu 6 cm erreichen können, sollte ihnen das Terrarium eine Mindestgröße von 30 cm x 30 cm x 40 cm bieten. Da sie zu den Baumbewohnern zählen, sollte aufgrund ihres Kletterdranges für eine passenden Einrichtung aus Ästen und Kork gesorgt werden. Da sie sich bei Gefahr gerne in ihren Unterschlupf zurückziehen, sollten ihr zudem ausreichend Versteckmöglichkeiten geboten werden. Der Untergrund sollte gelegentlich angefeuchtet werden, um die Luftfeuchtigkeit im Terrarium zu erhalten.

Der natürliche Lebensraum der Poecilotheria regalis

Diese Vogelspinne stammt aus Südindien und Sri Lanka, wo sie sich vorwiegend in Primärwäldern aufhält. Bevorzugt findet man sie auch in Holzplantagen, wodurch sie oft in andere Regionen durch den Abtransport des Holzes verschleppt wird. Im Laufe der Jahrzehnte machte sie dies anpassungsfähig und robust, was sich auch in der Terrariumhaltung zeigt.

Das Aussehen der Poecilotheria metallica

Da sie zu den Ornament-Vogelspinnen gezählt wird, beeindruckt sie durch eine faszinierende Zeichnung, die eine hellgraue Färbung aufweist, die allerdings je nach Geschlecht unterschiedliche Merkmale aufweist. Weibchen haben eine sehr stark ausgeprägte Färbung, die Männchen zeigen hingegen eine weniger intensive Färbung. Auch in Bezug auf die Körpergröße sind hier kleine Unterschiede zu verzeichnen. Die Körper der Männchen wirken insgesamt zierlicher, so dass der Körper nur eine Länge von 5 cm aufweist, stattdessen wirken meist ihre Beine recht lang im Vergleich zum Körper. Weibchen können eine Länge von bis zu 6 cm erreichen.

Schutzstatus

Kein Schutzstatus

Lebenserwartung und Handling

Weibchen dieser Art können bis zu 14 Jahre alt werden, die Männchen können nach der Geschlechtsreife, die nach knapp einem Jahr erreicht wird, nur noch ein Alter von 2-3 Jahren erreichen. Da sie meist bei Gefahr direkt in ihrem Unterschlupf verschwindet, stellt das Handling im Terrarium kaum ein Problem dar. Dabei ist allerdings stets darauf zu achten, der Spinne Versteckmöglichkeiten zu bieten, da sie sich andernfalls bedroht fühlen könnte. Dies könnte zum Einsatz des Gift-Bisses führen, der wie bei allen asiatischen Vogelspinnen sehr schmerzhaft verlaufen kann. Dementsprechend vorsichtig und aufmerksam muss man im Handling mit dieser Vogelspinne vorgehen.

Verhalten

Sie ist für ihr leicht aggressives Verhalten bekannt, was man im Umgang mit ihr nie vergessen darf. Bei Gefahr verschwindet sie meist schnell in ihren Unterschlupf, so dass sie nicht direkt eine Konfrontation anfechtet. Fühlt sie sich allerdings weiterhin eingeengt, setzt sie recht schnell zum Gift-Biss an, der zu sehr starken Schmerzen führen kann.
Aufgrund ihrer besonders ausgeprägten Sinnesorgane, erspürt sie bereits aus sicherer Entfernung ihre Beute oder ihren Feind, dementsprechend schwer ist es sie in freier Natur zu Gesicht bekommen.

Terrarium / Einrichtung

Da diese Spinne zu den Baumbewohnern zählt, sollte man das Terrarium mit möglichst vielen Klettermöglichkeiten gestalten. Zugleich ist auch die Ausstattung von unterschiedlichen Versteckmöglichkeiten angebracht, da sich die Poecilotheria regalis meist sehr schreckhaft zurückzieht. Zudem darf keinesfalls auf eine Trinkschale verzichtet werden, da sie Spinne täglich mit frischem Wasser versorgt werden muss.

Beleuchtung / Klima

Das Klima im Terrarium sollte so naturnah wie möglich nachgeschaffen werden. Um dies zu gewährleisten, sollten tagsüber die Durchschnittstemperatur bei 27°C liegen. Nachts kann diese auf 18-20°C herabgesetzt werden. Die Luftfeuchtigkeit sollte zwischen 60%-70% liegen und muss stets kontrolliert werden.

Reinigung

Die Reinigung des Terrariums sollte mit viel Vorsicht unternommen werden, um die Vogelspinne zu keinem Zeitpunkt einzuengen und sich selbst dabei selbst in Gefahr zu bringen. Das Terrarium der Spiderlinge und der adulten Spinnen muss regelmäßig von ihren Futterresten befreit werden, um die Entstehung von Bakterien und Keimen zu vermeiden.

Ernährung / Futter

Aufgrund ihrer hervorragend ausgeprägten Sinnesorgane wird ihnen ein schnelles Aufspüren von Beutetiere ermöglicht. Spiderlinge sollten ausschließlich mundgerechte Nahrung verabreicht bekommen, da andernfalls eine Erstickungsgefahr drohen kann. Adulte Spinnen bevorzugen hingehen unterschiedliche Insekten wie Heuschrecken oder Grillen.

Steckbrief Poecilotheria regalis

Name / Bezeichnung Poecilotheria regalis (Tigervogelspinne)
Erstbeschreibung Pocock, 1899
Artenschutz Nicht geschützt
Herkunft Sri Lanka (Indien)
Lebensweise Baumbewohner
Terrarium Größe (BxLxH) 30x30x40cm
Körperlänge 6cm
Temperatur Tagsüber: bis 27°C
Nachts: 18-20°C
Luftfeuchtigkeit 60-70%
Bodengrund Humus, Blumenerde, Lehmerde
Einrichtung Klettermöglichkeiten (Wurzeln, Seiten). Bepflanzung (Fiscus). Wasserschale flach
Nahrung Grillen, Schaben, Heuschrecken und Heimchen.
Jungtiere und Spiderlinge: gerade geschlüpfte Heimchen, Drosopila und Springschwänze
Vergesellschaftung Nur Einzelhaltung
Wachstum mittel
Verhalten leicht aggressiv
Verteidigung Giftbiss
Lebenserwartung Männchen 2-3 Jahre , Weibchen bis zu 14 Jahre
Familie Vogelspinnen (Theraphosidae)
Gattung Poecilotheria

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