Pterinochilus murinus

Die Pterinochilus murinus ist auch unter den Namen Rote Usambara-Vogelspinne, Mombasa-Vogelspinne oder Vollhaarvogelspinne bekannt. Dabei zeichnet sie sich vor allem durch ihre prachtvolle Erscheinung aus, die durch ihre Farbintensität fasziniert. In ihrem Verhalten zeigt sie sich sehr aggressiv und unberechenbar, wodurch sie sich keinesfalls für Anfänger eignet. Lediglich erfahrene Terraristiker sollten sich für diese Schönheit entscheiden, da beim Handling mit besonders großer Vorsicht vorgegangen werden sollte, denn aufgrund ihres ausgeprägten Aggressionspotentials setzt sie recht schnell zum Giftbiss an.

pterinochilus murinus

By Galak76 10:22, 15 January 2007 (UTC) (Self-photographed) [GFDL or CC-BY-SA-3.0], via Wikimedia Commons

Inhalt von Pterinochilus murinus

  1. Pterinochilus murinus
  2. Haltung und Anspruch
  3. Der natürliche Lebensraum Pterinochilus murinus
  4. Das Aussehen der Pterinochilus murinus
  5. Schutzstatus
  6. Lebenserwartung und Handling
  7. Verhalten
  8. Terrarium / Einrichtung
  9. Beleuchtung / Klima
  10. Reinigung
  11. Ernährung / Futter
  12. Steckbrief Pterinochilus murinus

Haltung und Anspruch

Da sich die murinus nicht grundlegend als Baum- oder Bodenbewohner einordnen lässt, sollte man den Aufbau des Terrariums an diese speziellen Anforderungen anpassen. In freier Natur lebt sie abwechselnd in Sträuchern wie auch in Bodennähe, demnach sollte bei der Einrichtung das perfekte Mittelmaß gefunden werden, so dass sich die Vogelspinne sich in ihrer Umgebung wohl fühlt. Am besten ist dies durch viele Kletter- und Versteckmöglichkeiten realisierbar, die aus Kork oder Holz bestehen können. Als passender Bodengrund eignet sich hervorragend Blumen- oder Walderde, die bis 15 cm das Terrarium füllen sollte.

Dadurch wird der Pterinochilus murinus zugleich die Möglichkeit geboten ihrem gelegentlichen Grabtrieb nachzugehen. Den Einsatz von Pflanzen sollte man individuell anpassen, da diese Vogelspinnen für ihre Gespinste bekannt sind. Neigt eine Vogelspinne zu einem besonders starken Spinnen der Umgebung, sollte man gegebenenfalls auf den Einsatz von Pflanzen verzichten, da diese andernfalls stark durch die Gespinste angegriffen werden können.

Der natürliche Lebensraum der Pterinochilus murinus

Beheimatet ist diese Vogelspinne auf dem afrikanischen Kontinent, das ihr hohes Aggressionspotenzial erklärt. Die meisten Vogelspinnen aus Afrika und Asien zeigen sich im Vergleich zu anderen sehr aggressiv und angriffsorientiert. Zudem setzen sie sich in den meisten Fällen mit einem Giftbiss zu Wehr, der dem Betroffenen aufgrund der Intensität des Giftes zusetzt. In vielen Teilen von Zentral-, Ost,- oder Südafrika ist diese Pterinochilus Gattung anzutreffen. Hier leben sie gleichermaßen gerne in Sträuchern sowie auch in Bodennähe, wodurch sie sich in keine genaue Gruppe einordnen lassen. Vorwiegend sind sie hier dann in der Regenzeit und in der Nacht zu beobachten.

Das Aussehen der Pterinochilus murinus

pterinochilus murinus

By Galak76 23:54, 17 January 2007 (UTC) (Own work) [GFDL or CC-BY-SA-3.0], via Wikimedia Commons

Vor allem zeichnet sich die murinus durch ihre attraktive Erscheinung aus, die unterschiedliche Farbformen annehmen kann. Meist zeigt sie eine leuchtend gold-orange Behaarung auf, manchmal kann sie allerdings auch eine Mischung aus beige, braun und gelb aufweisen.

Dabei können die Weibchen eine Körperlänge von 4-6 cm erreichen, Männchen werden hingegen nur 2-4 cm lang.

Schutzstatus

Keinen Schutzstatus

Lebenserwartung und Handling

Es ist bekannt, dass weibliche Vogelspinnen dieser Art ein Alter von bis zu 10 Jahren erreichen können. Aufgrund ihrer Aggressivität und besonderen Schnelligkeit, sollten sie nur von erfahrenen Haltern angeschafft werden. Da sie sehr schwer einzuschätzen ist und manchmal in Sekundenschnelle ohne Vorwarnung zum Giftbiss ansetzt, muss man immer stets mit besonderer Vorsicht vorgehen. Allerdings kündigt sie diesen in den meisten Fällen durch eine aufrechte Drohstellung an, so dass man meist die Situation unter Kontrolle hat. Trotzdem darf man sie beim Handling im Terrarium niemals aus den Augen verlieren, da ein Giftbiss sehr schmerzhaft verlaufen kann.

Verhalten

Die Pterinochilus murinus gehört zu den Vogelspinnen, die sich durch ihr sehr unberechenbares und aggressives Verhalten auszeichnen. Bei der geringsten Störung, nehmen sie eine Drohstellung ein, um ihr Machtpotenzial zum Ausdruck zu bringen. Da sie blitzschnell reagieren kann, sollte sie stets mit dem nötigen Respekt behandelt werden. So kann es auch vorkommen, dass sie ohne jegliche Vorwarnung zum Giftbiss ansetzt, der durch seine hohe Gift-Intensität weit schmerzhafter und unangenehmer verlaufen kann, als bei anderen Vogelspinnen-Bissen.

Allerdings zeigt sie sich eher nachtaktiv, so dass man sie erst bei Dämmerung zu Gesicht bekommt. Dann hält sie sich meist in ihren selbstgebauten Wohngespinsten auf, die das gesamte Terrarium schmücken.

Terrarium / Einrichtung

Aufgrund ihrer wechselnden Lebensweise wollte man dieser Pterinochilus ein Terrarium mit einer Grundfläche von 30x30x30 cm bieten, das mit der passenden Einrichtung ausgestattet ist, um ihr einen möglichst naturnahen Lebensraum bieten zu können. Dabei bevorzugt sie vor allem eine Vielzahl von Versteckmöglichkeiten, die aus Kork oder Holz bestehen können. Um ihr ausreichende Kletterfreiheit bieten zu können, eignen sich hervorragend Holzgeäste, an denen sie sich hochhangeln kann.

Beleuchtung / Klima

Am wohlsten fühlt sich die Pterinochilus murinus bei Temperaturen zwischen 26 – 28°C, in der Nacht können diese auf 20 – 22°C herabgesetzt werden. Durch die richtigen Leuchtmittel ist diese Regulierung möglich und gleichzeitig kann so die unterschiedliche Tageszeit künstlich herbeigeführt werden.

Neben dem Klima, ist auch stets auch auf die richtige Luftfeuchtigkeit zu achten, die sich auf 70-80% belaufen sollte. Um diese zu gewährleisten, sollte man regelmäßig leicht den Boden befeuchten, zudem hilft eine Wasserschale mit ausreichend Flüssigkeit zur Erhaltung der Feuchtigkeit im Terrarium. Diese sollte so positioniert werden, dass sie für die Vogelspinne leicht zugänglich ist, da Vogelspinnen auf die Zufuhr von frischem Wasser angewiesen sind.

Reinigung

Bei der Reinigung sollte ebenso wie beim Handling im Terrarium immer achtsam vorgegangen werden. Dabei sollte man die Vogelspinne keineswegs reizen, da sie dies als unangenehme Störung wahrnimmt und sich blitzschnell mit einem Giftbiss zur Wehr setzen kann. Daher eignet sich diese Spinne auch nur für erfahrene Terraristiker, die im Umgang mit Vogelspinnen geübt sind und bestimmte Verhaltensauffälligkeiten richtig deuten können.

Ernährung / Futter

Die Pterinochilus murinus ernährt sich vorwiegend von Insekten wie Heimchen, Grillen, Schaben und Heuschrecken.

Steckbrief Pterinochilus murinus

Name / Bezeichnung Pterinochilus murinus (Rote Usambara-Vogelspinne / Mombasa-Vogelspinne)
Erstbeschreibung Pocock, 1897
Artenschutz nein
Herkunft Ostafrika
Lebensweise Bodenbewohner
Terrarium Größe (BxL) 30x30cm
Körperlänge 4-6cm
Temperatur Tagsüber: 25-27°C
Nachts: 20-22°C
Luftfeuchtigkeit 70-80%
Vergesellschaftung Einzelhaltung
Wachstum langsam
Verhalten aggressiv
Futter Heimchen, Grillen, Schaben und Heuschrecken
Verteidigung Biss
Familie Vogelspinnen (Theraphosidae)
Unterfamilie Harpactirinae
Gattung Pterinochilus
Ordnung Webspinnen

9 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

  1. Komisch… jeder sagt extrem agressiv das trifft auf unsere gar nicht zu. Sie verzieht sich gleich in ihre Hoehle wenn sie merkt dass die tuer geoeffnet wird.

    • Hallo Petra,

      die Pterinochilus murinus hat im Normalfall Tendenzen zur Aggressivität, das bedeutet nicht, dass alle Vogelspinnen dieser Gattung Aggressiv sind.

      Grüße

  2. Mich hat das Tierchen gebissen:4h eine taube Hand,der Schmerz zog bis in die Schulter,danach schmerzte nur noch die Bißstelle,am nächsten Tag Gelenkschmerzen(Daumen kann nicht richtig bewegt werden-Ich hoffe das gibt sich wieder?

    Hat jemand damit Erfahrung?

  3. Wurde auch vor nen halben Jahr gebissen, hab immer noch ne fast taube Hand… Ich glaube, das wird auch so bleiben

    • Hallo Randolf,

      also wenn es immer noch taub ist, solltest du einen Arzt konsultieren. Bei mir war es nach 2 Monaten wieder gut. Ich wurde von einer Blondi (Wildfang) gebissen. Das schmerzte sehr, aber es war nach relativ kurzer Zeit wieder ok, das Taubheitsgefühl war nach ~ 1 Woche weg.
      Vielleicht wurde ein Nerv oder Ähnliches verletzt. Ich empfehle dir ein Besuch beim Arzt.

      Gruß
      Marco

  4. Hallöchen zusammen 🙂
    als erstes einmal ein Großes Lob an die Admin der Website sie ist echt Klasse !!!
    Nun zur Pterinochilus murinus ,habe meine seit dem 11.10.2015 und seit dem ist sie in ihrer Höhle.
    Habe sie in einem Falltür Terrarium 30×30 und sie flitzt bei der kleinsten Bewegung in ihre hinterste Höhlenecke.
    Ich habe sie seit dem Kauf kein einzigstes Mal draussen gesehen nur in der Nacht repariert sie mal ihr Gespinnst und das wars.
    Fressen auch gleich Fehlanzeige . Nun ja sie braucht wohl noch einige Zeit aber wie gesagt bis jetzt kein bisschen Aggro das Tierchen 🙂 Bilder gibt es hier von meinen Spinnen.
    http://www.fleischfressendepflanzen.eu/galerie203392.html
    Gruß Raymond 🙂

  5. Hey leute ich such so ein schönes und tolles exemplar kann mir jemand da nen züchter empfehlen.

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