Die weltweit gefährlichsten Vogelspinnen

Lasiodora parahybana

Die Haltung von Vogelspinnen wird hierzulande immer beliebter, gerade weil die Vorurteile ihnen gegenüber immer weiter aus dem Weg geräumt werden. Lange waren die Menschen in dem Glauben, dass ein Biss von Vogelspinnen für den Menschen tödlich verläuft. Doch mittlerweile weiß man, dass von den weltweit unzähligen Vogelspinnenarten keine in der Lage ist durch einen Biss einen gesunden erwachsenen Menschen zu töten. Lediglich können Folgeerscheinungen indessen auftreten, die zu weiteren Beschwerden führen können.

Für wen kann die Vogelspinne gefährlich werden?

Alle Vogelspinnen verfügen über ein Gift, dass sie bei Gefahr oder Bedrohung durch einen Biss zum Einsatz bringen. Dieser endet für Beutetiere immer tödlich, da das Gift zur Lähmung und Zersetzung des Tieres dienen soll, wonach die Beute in einen sogenannten Schockzustand fällt. Wie von vielen heute noch falsch angenommen, ist dieses Gift für den einen gesunden Menschen recht ungefährlich und führt nicht zum Tode. Dabei kann die Konzentration und Zusammensetzung des Giftes je nach Art variieren und daher kann die Wirkung auch relativ unterschiedlich ausfallen.

Ist es zum Biss gekommen, kann dieser sehr schmerzhaft und unangenehm sein. Ähnlich wie bei einem Wespenstich verspürt der Betroffene einen brennenden Wundschmerz. Meist schwindet dieser Schmerz bereits noch am selben Tag, nur selten bleibt dieser länger. Für den gesunden erwachsenen Menschen verläuft ein Biss meist ohne weitere Komplikationen. Lediglich bei geschwächten Menschen oder Kindern können schneller Folgeerscheinung auftreten, die durch Keime am Beißwerkzeug hervorgerufen werden. Dann kann es zu kurzzeitigen Lämungserscheinungen bestimmter Gliedmaßen kommen, ebenso können auch Fieberschübe, Benommenheit oder Krämpfe hervorgerufen werden, die tagelang andauern.

In besonders schweren Fällen können durch das Beißwerkzeug Bakterien und Keime in die Wunde übertragen werden, die Folgeerscheinungen mit sich ziehen können. Manchmal resultiert hieraus eine Infektion, die mit Antibiotika behandelt werden muss. Ebenso droht auch die Gefahr einer Blutvergiftung durch die eingeschleusten Keime. All diese Symptome treten meist nur bei geschwächten Menschen, Kindern und Allergikern auf. Letztere reagieren allergisch auf das Gift, ähnlich wie es bei einem Wespenstich der Fall ist. Für solche besteht bei einem Vogelspinnen Biss absolute Lebensgefahr, die nur mit einer sofortigen ärztlichen Behandlung gebannt werden kann.

Was ist nach einem Biss zu tun?

Normalerweise sind die meisten Vogelspinnenarten sehr friedliche Arten, allerdings gibt es auch die ein oder andere aggressive und gefährliche Vogelspinne unter ihnen, die bereits bei der kleinsten Bedrohung oder Reizung beißen kann. Deshalb sollte man im Vorfeld die Signale der Spinne versuchen genaustens zu deuten um einem Biss entgegenzuwirken. Meist zeigt die gefährliche Vogelspinne erste Warnsignale auf bevor der Biss vollzogen wird.

Bei Reizung stellt sich die gefährliche Vogelspinne auf und gibt Warnsignale von sich. Ist es trotz Vorsicht doch zum Biss gekommen, sollte die Wunde gesäubert und anschließend gut desinfiziert werden, um möglichen Infektionen vorzubeugen. Im Normalfall muss keine ärztliche Hilfe aufgesucht werden. Beißt allerdings eine gefährliche Vogelspinne einen Allergiker, muss sofort gehandelt werden und der Arzt kontaktiert werden.

Die gefährliche Vogelspinne beißt und bombardiert

Die aggressivsten und giftigsten Vogelspinnen sind meist in Südamerika, Asien oder Afrika zu finden. Nach geringer Reizung greifen sie ohne Vorwarnung an. Allerdings führen viele Arten noch eine andere Methode der Verteidigung aus, die weitaus schmerzhafter sein kann als ein Biss. Bei dem sogenannten Bombardieren wirft eine gefährliche Vogelspinne ihre Haare vom Hinterleib ab um damit den Feind in die Flucht zu schlagen.

Diese Brennhaare haben eine stark brennende Wirkung auf der menschlichen Haut, die sehr schmerzhaft sein und zu starkem Juckreiz führen kann. Besonders unangenehm ist dies auf den Schleimhäuten und am Hals, wo sie sogar starke Hautreizungen verursachen können. Besonders gerne folgt die gefährliche Vogelspinne Lasiodora parahybana diesem Verhalten.

Sie ist sehr schnell gereizt und setzt dann ihre Reizhaare zur Verteidigung ein. Zudem schlägt die gefährliche Vogelspinne auch mit ihren Gliedmaßen ihre Feinde in die Flucht. Auch die Acanthoscurria geniculata lebt tropischen Regenwald in Brasilien und verweilt gerne in ihrem Versteck bis sie Beute erblickt. Wenn die gefährliche Vogelspinne eine Bedrohung auf sich zukommen sieht, reagiert die sehr aggressiv indem sie ihre Brennhaare abwirft, die ebenfalls einen sehr starken Juckreiz auslösen können. Wenn das nicht schon schlimm genug wäre, beißt sie anschließend noch auf ihre Beute ein.

Eine weitere Kandidatin ist die gefährliche Vogelspinne Megaphobema Robustum, die in Kolumbien lebt und sehr gerne und schnell ihre Feinde bombardiert. Auch die Theraphosa blondi, die gleichzeitig die größte Vogelspinne der Welt folgt ebenso diesem Verhalten und gibt zudem noch Warnlaute von sich.

1 Kommentar » Schreibe einen Kommentar

  1. Zuerst: Ich finde deine Seite super und sehr informativ 🙂 Ich muss jedoch diesem Bericht widersprechen 🙂 Acanthoscurria geniculata: „Wenn die gefährliche Vogelspinne eine Bedrohung auf sich zukommen sieht, reagiert die sehr aggressiv indem sie ihre Brennhaare abwirft, die ebenfalls einen sehr starken Juckreiz auslösen können. Wenn das nicht schon schlimm genug wäre, beißt sie anschließend noch auf ihre Beute ein.“
    Ich halte selbst eine geniculata und meine Erfahrung zeigt,dass diese Spinnenart längst nicht so aggressiv ist,wie sie dargestellt wird. Sie lässt ein Handling im Terrarium problemlos zu und verschwindet meist in ihr Versteck.
    Ausserdem beisst jede Spinne auf ihre Beute ein,denn sie will ja fressen, was aber nicht heisst,dass sie auch auf jede Bedrohung mit einem Angriff reagiert.
    Ich finde, man kann nicht schematisieren, welche Art „aggressiv“ ist und welche nicht. Ich habe schon eine höchst „aggressive“ Grammostola rosea gesehen, obwohl diese Spinnenart angeblich zu den friedlichen Arten zählen und somit denke ich, dass die Aggressionsbereitschaft eher was mit zu kleinen Terrarien (Keine Fluchtwege) zu tun hat, als mit der Spinnengattung selbst.

Schreib einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.


123