Diese Vogelspinnen sollten nur von erfahrenen Terraristikern gekauft werden

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Da einige Vogelspinnenarten ein recht aggressives Verhalten aufweisen können, sollten diese ausschließlich von erfahrenen Terraristikern gehalten werden. Sie können das Verhalten der Vogelspinne in bestimmten Situationen, aufgrund ihrer langjährigen Erfahrung, stets korrekt deuten und so im richtigen Moment handeln. Diese Fähigkeit, die man im Laufe der Zeit in Zusammenarbeit mit Vogelspinnen erlernt, ist besonders wichtig, wenn Vogelspinnen ihre Abwehrmechanismen zum Einsatz bringen.

Allerdings sollte nicht nur der Grad der Aggressivität bei der Kaufentscheidung ausschlaggebend sein, auch der Pflegeaufwand der jeweiligen Vogelspinne spielt hier eine entscheidende Rolle. Einige benötigen weitaus mehr Pflege als andere, dementsprechend empfindlich reagieren sie bei Fehlern, die aus Unwissenheit begangen werden. Ein erfahrener Terraristiker kann hier von seiner Erfahrung profitieren, die er im Laufe der Jahre gesammelt hat.

Gesunde Selbsteinschätzung

Wer sich eine neue oder weitere Vogelspinne anschaffen möchte, sollte sich selbst wissen einzuschätzen. Diese Selbsteinschätzung ist enorm wichtig, um dem neuen Mitbewohner das Leben so angenehm wie möglich zu gestalten. Hier sind Übertreibungen fehl am Platze, denn es geht um das Wohl der Vogelspinne und zudem auch um die eigene Gesundheit, die durch Bisse oder Brennhaare angegriffen werden kann.

Diesen aggressiven Vogelspinnen sollte man mit Vorsicht begegnen

Viele Terraristiker sind von der Riesenvogelspinne Theraphosa Blondi angetan, die die größte Vogelspinne der Welt ist. Aufgrund ihres sehr aggressiven Verhaltens geben sie sich gerne unberechenbar. Bei der geringsten Reizung halten sie Feinde mit dem Bombardieren oder Schlagen der Gliedmaßen von sich fern.

Greift man nach ihr oder möchte das Terrarium säubern, kann dies zu einer gefährlichen Angelegenheit werden, denn sie setzt sehr schnell einer dieser Abwehrmechanismen ein, meist gibt die Vogelspinne zusätzlich noch Zischlaute von sich, die dem Halter signalisieren sollen, dass er verschwinden soll. Lässt man die Vogelspinne weiterhin nicht in Ruhe, geht sie soweit, dass sie versucht zu beißen, was sich aufgrund ihrer großen Chelizeren als sehr schmerzhaft herausstellen kann.

In solchen Situationen wird deutlich wer sich mit Vogelspinnen auskennt und wem noch die nötige Erfahrung fehlt. Auch die Blaue Burma- Vogelspinne zeigt ein sehr aggressives Verhalten bei Bedrohung auf.

Auch diese Vogelspinne gilt durch ihre schöne Zeichnung und Farbe bei Terraristikern als sehr beliebt. Doch bei falschem Handling setzt sie sich mit einem Giftbissen zur Wehr. Mit diesem wehrt sich auch die Ornament-Baum-Vogelspinne, dessen Biss allerdings auch richtig gefährlich werden kann. Die Wirkung des Giftes ist wie bei vielen anderen asiatischen Arten ebenfalls weitaus konzentrierter als bei anderen.

Dadurch kann der Biss sehr langwierig und schmerzhaft sein, manchmal schließt sich diesem auch Fieber oder Unwohlsein an. Deshalb ist bei diesen Vogelspinnen besondere Vorsicht und Sorgfalt geboten.

Das richtige Handling muss Routine sein

Immer wieder kann es vorkommen, dass man die Vogelspinne aus dem Terrarium entfernen muss oder dorthin hineingreifen muss. Bei der Riesen-Vogelspinne kommt es nach kürzester Zeit zu einer Bombardierung, wenn man nur den kleinsten Fehler begeht und das Tier reizt.

Die Tapinauchenius Gigas ist sehr flink auf den Beinen, so dass man stets die Augen geöffnet haben sollte. In Sekundenschnelle kommt sie aus ihrem Versteck gestürmt und setzt zum Giftbiss an. Vor allem die schnellen Vogelspinnen sind für unerfahrene Halter unberechenbar.

Der Grad der Gefährlichkeit lässt sich anhand der Herkunft bestimmen

Meist lässt sich die Aggressivität und Giftigkeit anhand der Herkunft einfach bestimmen. Demnach kann man bestimmte Arten für erfahrene Terraristiker separieren. Besonders gefährlich und aggressiv zeigen sich Vogelspinnen aus Asien und Afrika, was sie unberechenbar werden lässt. Daher wird der Kauf ausschließlich erfahrenen Haltern empfohlen.

Ihre Schnelligkeit unterschätzen einfach zu viele, so dass es vermehrten zu Bissen kommt. Diese sind sehr schmerzhaft und bringen meist Folgeerscheinungen mit sich. Nicht selten kann ein Biss zu Fieberschüben oder gar Unwohlsein führen. Vogelspinnen die aus Nord- und Südamerika stammen gehören eher der ruhigeren Gattung an.

Ein Biss wird von diesen Vogelspinnen nur bei starker Reizung ausgeführt und ist mit dem einer Wespe vergleichbar. Sie bevorzugen meist das Bombardieren oder das Schlagen der Gliedmaßen, um so gekonnt ihre Feinde in die Flucht zu schlagen.

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