Vogelspinnenhaltung in Deutschland

TheraposaBlondi

Der deutsche Tierfreund und Tierliebhaber hat ein neues Haustier für sich entdeckt. Die Vogelspinnen werden immer öfter als Haustiere gehalten. Menschen aller Altersklassen finden immer mehr Gefallen an dieser Art exotischer Haustiere. Da Vogelspinnen aber in Deutschland durch fehlende Aufklärung immer noch für gefährlich und giftig gehalten werden, haben sie keinen sehr guten Ruf.

Auch ist gerade bei Frauen die Arachnophobie sehr ausgeprägt und viele Menschen empfinden einfach Ekel vor den haarigen Tierchen. Deshalb sollte jeder Interessent sich genau überlegen, ob er seinen Mitmenschen mit der Vogelspinnen Haltung einen Gefallen tut.

Voraussetzungen für die Vogelspinnenhaltung

Vogelspinnen sind im Allgemeinen recht genügsame Genossen. Sie gehören zur Gattung der Lauerjäger und benötigen dadurch nicht viel Platz. Für in der Wohnung gehaltene Vogelspinnen bedeutet das, dass sie mit einem nicht so großen Terrarium auskommen. Wenn dieses liebevoll und zweckmäßig eingerichtet ist, bedeutet das zum einen eine artgerechte Haltung und zum Anderen ist so ein Terrarium ja auch ein Blickfang. Es sollte einige Tage vor dem Kauf der Spinne fertig sein, damit man genügend Zeit hat festzustellen, ob die entsprechende Luftfeuchtigkeit und Temperatur erreicht wird.

Vor der Anschaffung einer Vogelspinne sollte auch der Vermieter befragt werden, ob er damit einverstanden ist. Obwohl er gegen die Haltung einer oder mehrerer Vogelspinnen sicher nichts unternehmen könnte, ist es besser sich rückzuversichern, damit anschließender Ärger vermieden wird.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Familie. Wirklich jedes Familienmitglied sollte mit der Vogelspinnenhaltung einverstanden sein. Wenn die Ehefrau aufgrund einer Phobie das Wohnzimmer nicht mehr betreten möchte, ist Stress vorprogrammiert.

Zudem sollten vorher ausreichend Informationen über die artgerechte Vogelspinnenhaltung eingeholt werden. Im Internet sind genügend Informationsseiten vorhanden und auch Literatur ist ausreichend zu bekommen. Außerdem ist es ratsam, einem Verein oder einer Organisation wie der Deutschen Arachnologischen Gesellschaft beizutreten.

Eine Vogelspinne kann ein Alter von 30 Jahren erreichen. Man sollte sich darüber im Klaren sein, dass man auch für so einen langen Zeitraum die Verantwortung für solch ein Tier übernehmen muss.

Brachypelma smithi

Brachypelma smithi

Vorurteile gegen Vogelspinnen

Der schlechte Ruf dieser Tiere begründet sich darauf, dass sie in Deutschland im Allgemeinen für giftig gehalten werden. Das ist aber nicht richtig. Normalerweise ist der Biss der Vogelspinne zwar schmerzhaft aber ungefährlich. Einige wenige Gattungen der asiatischen und afrikanischen Spinnen besitzen ein Gift, welches Benommenheit oder Muskelkrämpfe auslösen kann. Aber kein Biss einer Vogelspinne ist von vornherein tödlich. Es kommt vor, dass durch die Übertragung von Keimen bei einem Biss eine anschließende Infektion auftritt.

Vogelspinnenhaltung zeigt sich auch in Sachen Ernährung recht einfach. Im Gegensatz zu ihrem Namen frisst die Vogelspinne im Allgemeinen keine Vögel. In ihr Beuteschema gehören größere Insekten wie Heuschrecken, Schaben und Grillen. In Freiheit jagen sie jedes kleine Tier, welches sie überwältigen können. Dazu gehören auch ab und zu kranke Vögel, Jungvögel, Skorpione und kleinere Nagetiere.

Die Ernährung von Vogelspinnen gestaltet sich auch dadurch recht einfach, dass sie nur ein- bis zweimal in der Woche gefüttert werden müssen. Sie können allerdings auch über einen längeren Zeitraum ohne Futter und Wasser auskommen. Das bedeutet, man kann auch mal zwei oder drei Wochen in Urlaub fahren, ohne ein schlechtes Gewissen zu haben.

Um mit der Vogelspinnenhaltung zu beginnen, sollte sich jeder Interessent vorher ausreichend informieren, um den Tieren ein möglichst artgerechtes Umfeld zu schaffen.

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