Mehrere Vogelspinnen in einem Terrarium halten / Ratgeber

Vogelspinnen genießen eine immer größer werdende Beliebtheit. Dabei gibt es rund 900 verschiedene Vogelspinnenarten. Wer sich eine Vogelspinnenhalten will, der sollte sich zuvor genau über eine geeignete Art und deren Lebensgewohnheiten, Verhalten und Haltungsgrundsätze informieren. Denn nur so fühlt sich die Spinne wohl, und nur so hat der Halter lange viel Freude an dem Tier.

Die Brachypelma Smithi und die Theraphosa blondi

Bei den rund 900 verschiedenen Vogelspinnenarten gibt s über 116 verschiedene Gattungen. Dabei ist nicht jede Art für Anfänger oder die Haltung im heimischen Terrarium geeignet. Die wohl bekannteste Vogelspinnenart ist die sogenannte Brachypelma smithi. Oft wird sie auch als Mexikanische Rotknie Vogelspinne bezeichnet. Diese Vogelspinnen werden bis zu 8 cm groß und können problemlos in einem kleinen Terrarium von 30×30 cm gehalten werden. Sie ist die perfekte Anfängerspinne, sehr friedlich und auch für Anfänger leicht zu halten und zu pflegen. Fühlt sie sich angegriffen, so warnt sie zunächst, bevor sie beißt und flüchtet. Viele Vogelspinnen, so auch die Brachypelma smithi bombardieren ihre Feinde mit den sogenannten Brennhaaren, die auch bei den Menschen Juckreiz und Brennen hervorrufen können.

Die Theraphosa blondi ist eine ebenfalls sehr bekannte Vogelspinne, die gleichzeitig auch die größte Vogelspinne ist. Sie wird oft auch als Riesenvogelspinne bezeichnet und kann eine Länge von bis zu 12 cm erreichen. Sie ist kein Tier für Anfänger, da sie schwer zu halten ist und oft auch aggressiv reagiert. Auch sie bombardiert, beißt und zischt beim Angriff.

Vergesellschaftung – die Möglichkeiten

Neben diesen beiden Arten gibt es noch viele weitere Vogelspinnenarten. Wer hier einmal auf den Geschmack gekommen ist, zählt diese Tiere zu seinem Hobby und zu seinem Leben. Natürlich stellt sich hier dann auch oft die Frage, ob sich Vogelspinnen zur Vergesellschaftung eignen. Die Frage nach der Vergesellschaftung und die Möglichkeiten lassen sich jedoch nicht eindeutig beantworten. Grundsätzlich sind sich Experten einig, dass die meisten Vogelspinnenarten kein soziales Verhalten zeigen und Einzelgänger sind. Schon oft wurden Vergesellschaftungen versucht, einige Gelangen, andere wiederum nicht. Welche Vogelspinnenarten sich für eine Vergesellschaftung eignen, kann nicht immer pauschal beantwortet werden, denn jede Vogelspinne ist anders und verhält sich auch anders.

Grundsätzlich gelten folgende Vogelspinnenarte für eine Vergesellschaftung geeignet:

  • Poecilotheria spp.
  • Einige Avicularia spp.
  • Heterothele villosella
  • Holothele incei
  • Monocentropus balfouri

Bei der Vergesellschaftung der Vogelspinnen sind es meist die Jungtiere, die noch gut miteinander auskommen. Werden die Vogelspinnen Adult, also erwachsen, kann es hier immer zu Problemen kommen, auch bei den Vogelspinnenarten, die sich bereits mehrfach vergesellschaften lassen haben.

Die meisten Vogelspinnenarten aber sind Einzelgänger und sehen Artgenossen oft auch als Futter oder Feinde an. So sind auch die Vogelspinnen der Arten Brachypelma smithi und Theraphosa blondi Einzelgänger und auch nur für die Einzelhaltung geeignet.

Grundregeln für die Vergesellschaftung von Vogelspinnen

Wer sich dennoch für eine Vergesellschaftung interessiert und eine geeignete Art gefunden hat, muss des Weiteren noch viele weitere Faktoren beachten, damit eine Vergesellschaftung von Vogelspinnen auch wirklich funktionieren kann.

Wie immer bei der Haltung von Vogelspinnen ist auch hier die Größe des Terrariums enorm wichtig. Mehrere Vogelspinnen halten bedeutet, unbedingt ein größeres Platzangebot zur Verfügung zu stellen. Jede Vogelspinne braucht genügend Platz und auch Versteckmöglichkeiten und Rückzugsorte. Zwar wird zeitweise beobachtet, dass solche Orte auch gemeinsam genutzt werden, dennoch sollte auch jede Vogelspinne die Möglichkeit haben, sich alleine zurückzuziehen, besonders bei der Häutung. Denn wie bereits erwähnt, sind die meisten Vogelspinnenarten keine wirklichen sozialen Tiere.

Natürlich müssen die Halter von mehreren Tieren in einem Terrarium unbedingt darauf achten, dass immer genügend Futter für jede einzelne Vogelspinne angeboten wird. Denn ansonsten kann es passieren, dass sich die Tiere gegenseitig als Futter betrachten. Allerdings sollte das Futterangebot nicht zu groß sein, da zu viel Futter zu schnellerem und übermäßigen Wachstum der Tiere führt, was die Lebensdauer verkürzen kann.

Für den Halter der Tiere ist die Vergesellschaftung auch in Sachen Reinigung und Pflege nicht leicht, da hier nicht nur auf das Verhalten eines Tieres geachtet werden muss, sondern gleich auf mehrere Tiere.

Fazit

Abschließend lässt sich sagen, dass die Vogelspinne in der Regel ein Einzelgänger und kein soziales Tier ist, eine Vergesellschaftung einiger Vogelspinnenarten aber dennoch möglich ist.

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